Turn2B

Kunstturnen auf der ALB

Schöner Turnsport, tolle Kulisse

Schöner Turnsport, tolle Kulisse – aber wieder zwei Niederlagen für Bolheimer Turner

Die Bolheimer Turnfamilie traf sich wieder am Samstag zum Doppelwettkampf gegen den MTV Ludwigsburg in der Verbandsliga und der WKG Turnteam Staufen in der Bezirksliga. Leider hatten beide Bolheimer Teams in keiner Phase des Wettkampfs eine reele Siegchance. So verloren die Verbandsligaturner deutlich mit 28:58 Score-Punkten, konnten aber einen Teilerfolg mit dem Unenttschieden am Reck feiern.  Noch deutlicher fiel die Niederlage in der Bezirksliga aus, wo das Team aus Staufen mit 286,00:249,65 Punkte gewann. Trotz der deutlichen Niederlagen konnten sich die Turnfans an schönen und teils spekaktakulären Übungen erfreuen.

Bereits am Boden zeigten die Ludwigsburger eine homogene Mannschaftsleistung auf hohem Niveau und gingen mit 10:3 Scores in Führung. Das einzige Duell konnte überraschend Nikolai Brosch mit 3 Scores gewinnen und einer erzielten Wertung von 12,45 Punkten. Der beste Bodenturner der Bolheimer Johannes Kastler musste heuer gleich zwei Stürze in Kauf nehmen, erhielt aber immer noch 13,30 Punkte – verlor aber gegen einen starken Gegner zwei 2 Scores. Leon Bausch indessen turnte seine Übung sehr gut durch und erhielt 14,05 Punkte. Mit Magnus Teschner, dem besten Ludwigsburger an diesem Tag hatte er aber den allerstärksten Gegner und verlor trotz toller Übung 3 Scores. Oldie Ingo Hild kam unverhofft am Boden zum Einsatz und erhielt für seine Übung solide 10,35 Punkte, musste gegen die “jungen Wilden” dann 5 Scores abgeben.

Die Situation am Pauschenpferd gestaltete sich dann ähnlich. Wieder gewannen die Ludwigsburger klar mit 9:2 Scores. Johannes musste auch hier ein Sturz hinnehmen und kam auf 9,90 Punkten und 4 verlorenen Scores. Die anderen Bolheimer Akteure kamen gut durch ihre Übungen und Leon Bausch konnte sogar sein Duell mit einer Wertung von 10,75 Punkten gewinnen (2 Scores). Timo Hild erturnte mit einer sauberen Übung zwar überraschend den Bolheimer Bestwert mit 11,30 Punkten an diesem Gerät, doch der Gegner aus Ludwisgburg war einfach zu stark (1 verlorener Score). Benjamin Wiedmann mit leichten Haltungsfehler kam noch auf 10,60 Punkte und verlor 4 Scores.

An den Ringen konnte die Bolheimer schließlich mehr Paroli bieten, vor allem durch eine starke Übung von Johannes Kastler mit 13,20 Punkten und 5 Scores fürs Team. Leon Bausch (11,25 P.) und Benjamin Wiedmann (12,20 P.) verloren jeweils 3 Scores und Ingo Hild (10,70 P.) musste 4 Scores abgeben.

Der Sieg am Sprung wäre dann locker drin gewesen, denn die Bolheimer verloren trotz zwei Stürzen bei den Tsukaharas von Timo Hild (10,15 P.) und Benjamin Wiedmann (10,30 P.) das Gerät äußerst knapp mit 9:10 Scores. Leon Bausch holte mit seinem gestreckten Tsukahara 4 Scores (12,85 P.) und Johannes Kastler mit seinem gestreckten Kasamatsu wurde gleich mit 5 Scores belohnt (13,55 P.).

Am Barren war dann wieder nichts zu holen. Begünstigt durch Patzer der Bolheimer konnte kein Duell gewonnen werden und die Gäste aus Ludwigsburg holten weitere 10 Scores.

Nikolai Brosch turnte mit 12,60 Punkten noch Bolheims beste Wertung, dicht gefolgt von Leon Bausch (12,40 P.) und Johannes Kastler (12,00 P.). Benjamin Wiedmann patzte bei seiner Übung und kam nur auf 9,55 Punkte.

Beim abschließendem Reckturnen war man dann hauchdünn vor dem Gerätesieg – mit 9:9 gab es am Ende ein Unentschieden. Nikolai Brosch zeigte hier wieder seine alte Klasse an diesem Gerät und holte mit 12,85 Punkten den Bolheimer Bestwert und 4 Scores. Von der Wertung knapp dahinter Johannes Kastler mit 12,55 Punkten, aber gewonnenen 5 Scores. Leon Bausch musste trotz spektakulärer Übung und größeren Unsauberheiten 4 Scores abgeben (10,95 Punkte).

Ingo Hild mit einer abgespeckten Übung musste 5 Scores abgeben. Aber alle Achtung, dass er sich mit 46 Jahren noch in den Dienst der Mannschaft stellt.

Das Verbandsligateam hat noch in zwei Auswärtskämpfen in Schmiden und gegen Oberschwaben die Chance auf einen Sieg in der Hauptrunde. Das Bezirksligateam hat indessen die Hauptrunde  sieglos beendet und muss auf einen starken Tag im Ligafinale hoffen um den drohenden Abstieg noch abwenden zu können.

Tapfer turnte das Bezirksligateam gegen einn übermächtigen Gegner. Bereits am Sprung gingen die Gäste mit 3,65 Punkten in Führung. Dennis Leiber mit 11,0 Punkten, Lukas Kastler und Florian Glagla mit 10,60 Punkten waren hier Bolheims Beste.

Der Leistungsunterschied am Barren war ebenfalls noch nicht sehr groß und so konnten die Bolheimer den Rückstand an diesem Gerät auf 2,20 Punkten eindämmen. Dennis Leiber (11,35 P.) und Christian Karasavvidis (11,30 Punkten) waren die Bolheimer Bestmarker.

Der Klassenunterschied zeigte sich dann aber deutlich am Reck, dem Königsgerät der Turner.

Satte 14,85 Punkte an Rückstand nur an diesem Gerät musste man hinnehmen. Zwar zeigten die Bolheimer eine homogene Mannschaftsleistung, doch der Gegner war an diesem Gerät extrem stark. Bolheims bester Turner an diesem Gerät war wieder Dennis Leiber mit 8,25 Punkten, dicht gefolgt von Dennis Bausch (8,00 P.). Die schlechteste Wertung der Staufener waren 10,95 Punkten als Vergleich.

Am Boden war der Leistungsunterschied wieder in einem erträglichen Ausmaß – nur 2,80 Punkte gab das junge Team hier ab. Fabian Thoma überzeugte mit tollen 12,95 Punkten. Dennis Leiber kam hier auf 12,35 Punkte.

Auch am Seitpferd sah das Bild gar nicht schlecht aus dank guter Übungen von Christian Karasavvidis (11,10 P.) und Lukas Kastler (10,25 Punkten). Der Rückstand lag bei 3,80 Punkten.

Beim Ringeturnen war der Klassenunterschied wieder äußerst deutlich zu spüren, so dass die Gäste aus Staufen weitere 9,10 Punkte Vorsprung herausturnten und am Ende klar gewannen.

Der junge Fabian Schröm überzeugte mit einer sauberen Übung, die mit 10,80 Punkten belohnt wurde. Christian Karasavvidis gehörte  auch hier zu einesn der wichtigen Stützen im Team mit 10,55 Punkten.

Noch die oder andere Portion Errfahrung und Training und das junge Team hat eine tolle sportliche Zukunft vor sich. Im Team turnten außerdem Robin Klug, Rainer Wiedenmann und Maximilian Weidenbacher.

Um solch  einen tollen Turnabend durchführen zu können bedarf es einiger fleißiger Helfer. Kampfrichter, Gerätekommando, Auswertungsteam, Küchenteam und den zwei sympatischen Hallensprechern Sandra Kastler und Patrick Rio. Zusammen hat die Bolheimer Turnfamilie drei tolle Turnabende gestaltet. Danke dafür.

Außerdem wurde Michael Merkle, der über 20 Jahre Abteilungsleiter war, verabschiedet. Einem sehr engagierten Turnkamerad gilt ein großer Dank. Hoffentlich bleibt er den Turnern noch einige Jahrzehnte treu. °ThoB